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Renditen im Bestandskauf sind ziemlich hoch

am 13.10.2017

In der November 2017-Ausgabe des AssCompact-Magazins hat sich unser Geschäftsführer Andreas W. Grimm mit den erzielbaren Renditen beim Bestandskauf beschäftigt und zeigt auf, wie lukrativ der Kauf von Maklerbeständen auch dann noch ist, wenn der Makler einen Bestand erwirbt, dessen Entwicklung nicht optimal verläuft.

Der sogenannte ‚tax amortization benefit‘ spielt hierbei eine sehr wesentliche Rolle, denn durch ihn entsteht ein Finanzierungseffekt, der dem Käufer eines Maklerbestands eine deutliche Verkürzung des Zeitraums erlaubt, bis zu dem er seine Investition zurück erwirtschaftet haben wird.

Die einzelnen Beispiele in der Kolumne sind hier beispielhaft nachgerechnet.

Für die Berechnungen wurden folgende Grundannahmen getroffen:

Szenario 1:

  • jährliche Bestandscourtage: 100.000 EUR
  • Kaufpreis für den Bestand: 300.000 EUR
  • Verkaufspreis für den Bestand: 300.000 EUR
    (bei 100% Bestandserhalt)
  • Käufer: liquider Investor mit vorhandener Infrastruktur
    (keine weiteren Fixkosten durch Übernahme)
  • variable Kosten: 10% der Bestandscourtage
    (keine aktive Marktbearbeitung)
  • Ertragssteuersatz: 35%
  • Abschreibungszeitraum 7 Jahre

Ergebnisse nach 5 Jahren:

  • Kassenbestand (nach Steuern): 367.500 bzw. 67.500 Liquiditätsüberschuss
  • Restbestand hat Bestandscourtage p.a.: 100.000 EUR
  • Bestandswert im Falle eines Verkaufs: 300.000 EUR
  • Gesamtvermögen: 667.500
  • Rendite p.a. nach Steuern: 17,35%
    (Eine Alternative Bankanlage müsste, um dasselbe Ergebnis erzielen zu können, eine jährliche Rendite inkl. Zinseszinseffekt von 17.35% nach Steuern erzielen!)

Szenario 2:

In diesem Szenario wird unterstellt, dass der Käufer seine Einkaufsmacht dazu nutzt, den Kaufpreis um 50 Prozent zu drücken.

  • jährliche Bestandscourtage: 100.000 EUR
  • Kaufpreis für den Bestand: 150.000 EUR
  • Verkaufspreis für den Bestand: 300.000 EUR
    (bei 100% Bestandserhalt)
  • Käufer: liquider Investor mit vorhandener Infrastruktur
    (keine weiteren Fixkosten durch Übernahme)
  • variable Kosten: 10% der Bestandscourtage
    (keine aktive Marktbearbeitung)
  • Ertragssteuersatz: 35%
  • Abschreibungszeitraum 7 Jahre

Ergebnisse nach 5 Jahren:

  • Kassenbestand (nach Steuern): 330.000 bzw. 30.000 Liquiditätsüberschuss
  • Restbestand hat Bestandscourtage p.a.: 100.000 EUR
  • Bestandswert im Falle eines Verkaufs: 300.000 EUR
  • Gesamtvermögen: 630.000
  • Rendite p.a. nach Steuern: 33,24%
    (Eine Alternative Bankanlage müsste, um dasselbe Ergebnis erzielen zu können, eine jährliche Rendite inkl. Zinseszinseffekt von 33,24% nach Steuern erzielen!)

Szenario 3:

In diesem Szenario wird unterstellt, dass sich mehrere negative Entwicklungen gleichzeitig einstellen. Es handelt sich quasi um das Worst Case Szenario:

  • jährliche Bestandscourtage: 100.000 EUR
  • Kaufpreis für den Bestand: 300.000 EUR
  • Verkaufspreis für den Bestand: 200.000 EUR
    (bei 100% Bestandserhalt, d.h. Preisverfall 1/3)
  • Käufer: liquider Investor mit vorhandener Infrastruktur
    (keine weiteren Fixkosten durch Übernahme)
  • variable Kosten: 40% der Bestandscourtage
    (keine aktive Marktbearbeitung)
  • Ertragssteuersatz: 35%
  • Abschreibungszeitraum 15 Jahre

Ergebnisse nach 5 Jahren:

  • Kassenbestand (nach Steuern): 194.709 bzw. -105.291 Liquiditätsunterschuß
  • Restbestand hat Bestandscourtage p.a.: 73.333 EUR
  • Bestandswert im Falle eines Verkaufs:  131.220 EUR
  • Gesamtvermögen: 325.929
  • Rendite p.a. nach Steuern: 1,67%
    (Eine Alternative Bankanlage müsste, um dasselbe Ergebnis erzielen zu können, eine jährliche Rendite inkl. Zinseszinseffekt von 1,67% nach Steuern erzielen!)

Hinweis

Die Berechnungsmodelle können tatsächliche Investitionen nur bedingt nachbilden. Durch die veränderte Wahl von Zahlungszeitpunkten, Steuerstichtagen, Fälligkeiten von Bestandscourtagen und die zeitliche Verschiebung von Storni über den Jahresablauf können sich die Rechenbeispiel deutlich verändern. Das Grundprinzip bleibt dennoch dasselbe – und die Grundaussage ebenfalls: Die Investition in Maklerbestände ist tendenziell immer eine hochrentable.

Diese Rechnungen gelten übrigens nicht für den Erwerb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft. In solchen Fällen kann der tax amortization benefit nicht genutzt werden.

Sie überlegen, ob die Investition in einen Maklerbestand für Sie der richtige Weg sein kann?

Informieren Sie sich einfach auf diesen Seiten über den Erwerb eines Maklerbestands oder Maklerunternehmens und registrieren Sie sich bei uns kostenlos in der Nachfolger- und Investorendatenbank:

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Sie wollen die gesamte Kolumne in der AssCompact lesen? Schauen Sie sich gerne auf AssCompact.de um:

 


Sind Sie noch Makler oder schon Investor?

Viele Makler und Finanzanlagevermittler wollen wachsen, mehr Umsatz und mehr Ertrag erzielen. Das geht durch mehr Arbeit oder durch Optimierung. Oder aber durch den Zukauf von Maklerbeständen. Wer allerdings wie ich oft mit potenziellen Käufern verhandelt, wundert sich über deren Sichtweisen und deren oft sehr problemorientierte Herangehensweise:

„Bevor ich mit dem Verkäufer über den Bestand verhandle, will ich erstmal ganz genau wissen, was da drin ist“. So eröffnen viele Kaufinteressenten für Bestände das Gespräch. „Wenn ich den Bestand übernehme, dann kann ich erstmal zwei Jahre nichts anderes machen, als diese Kunden zu besuchen und zu beraten. Das rechnet sich doch nie“, sind weitere Befürchtungen.  Natürlich gibt es Einzelfälle von „schwarzer Schafen“, die Käufer über den Tisch ziehen wollen, aber das ist die Minderheit. Ein spezialisierter Unternehmensberater hat solche Probleme normalerweise recht gut im Griff.

Aber in der Tat stellen viele Kaufinteressenten hauptsächlich Risiken und Aufwände in den Fokus. Manche zeichnen den Kauf eines Bestands fast schon als einen Akt der Nächstenliebe gegenüber dem Verkäufer. Dabei wäre eine alternative Sichtweise eine sehr ratsame und überlegenswerte. Und zwar genau dann, wenn sie den Fokus auf die erzielbaren Renditen richten würde. Und diese Renditen sind in der Tat der Hammer! Zumindest für Wiederholungstäter, die zu ihren heutigen Beständen weitere hinzukaufen.

Wie hoch die Renditen tatsächlich sind, können Sie relativ einfach selbst nachrechnen: Unterstellen wir in einer Beispielrechnung einen Bestandskäufer, der einen Maklerbestand mit einer Bestandscourtage von 100.000 EUR p.a. für einen Kaufpreis von 300.000 EUR erwirbt und sich nach der Übernahme möglichst passiv verhält, weil er möglichst wenig Vertriebskosten produzieren will. Wenn es sich hier um einen etwas größeren Makler handelt, der durch die Übernahme des Bestands keine weiteren Fixkosten auslöst, sondern lediglich variable Kosten in Höhe von 10 Prozent des Courtagevolumens, dann kommen bei einem unterstellten Steuersatz von 35% und einer Abschreibung auf den Bestand über 7 Jahre sehr überraschende Ergebnisse heraus:

Der Käufer würde nach einem Zeitraum von 5 Jahren mehr als 350.000 EUR Barvermögen nach Steuern angehäuft haben – die eventuell erzielbaren Abschlusscourtagen noch gar nicht mitgerechnet. Das ist mehr, als die 300.000 EUR, die er anfangs investiert hat. Dazu kommt der übernommene Maklerbestand, der seinen Wert ja kaum verloren hat. Würde er alternativ auf der Bank anlegen, müsste die Bankanlage in diesem Zeitraum eine jährliche Rendite von 17% nach Steuern erzielen. Hätte er im Einkauf des Bestands nur die Hälfte des obigen Kaufpreises bezahlt, läge die erzielte Rendite sogar bei weit über 30 Prozent nach Steuern.

Welche legale Investition erzielt heute höhere Renditen mit so wenig Risiko?

Natürlich werden Sie jetzt einwenden, dass das eine „Laborrechnung“ ist. Stimmt zum Teil. Aber nehmen wir einfach einmal an, wir hätten eine überraschend hohe Stornoquote von jährlich 10 Prozent (was fünf Jahre in Folge eigentlich nie eintritt) und nehmen wir ferner an, die variablen Kosten würden bei 40 Prozent der Courtagen liegen, die Marktpreise für Maklerbestände in diesem Zeitraum um ein Drittel fallen und die Abschreibungszeiträume auf 15 Jahre angehoben. Also alles „Schlimme“ gleichzeitig eintreten:

Sogar dann ist das Ergebnis positiv: Auf dem Konto des Käufers würden nach fünf Jahren stolze 194.000 versteuerte Euros liegen und der Versicherungsbestand wäre immer noch ungefähr 131.000 EUR wert. Sogar im schlimmsten Szenario würde also eine alternative Bankanlage eine Rendite von 2 Prozent nach Steuern erzielen müssen, um dasselbe Vermögen aufzubauen.

Werden Sie Investor! Es lohnt sich! Zumindest ab dem zweiten Bestand.