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AssCompact: Sind Sie noch Makler oder schon Investor… im Kauf von Maklerbeständen

am 17.11.2017

Andreas W. Grimm

Viele Käufer von Maklerbeständen stöhnen, wenn es darum geht, den Aufwand einer Bestandsübertragung für einen Maklerbestand zu beziffern oder die potenziellen Risiken abzuschätzen, die der Kauf eines Versicherungsbestands mit sich bringen könnte. „Alles Quatsch!“ möchte Andreas Grimm vom Resultate Institut dazu sagen, denn die Renditen, die im Bestandskauf erzielt werden sind zum Teil gigantisch.

Ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht.

Lesen Sie dazu den gesamten Beitrag aus der AssCompact 11/2017.

Sie sind nicht ganz sicher, ob die Renditen tatsächlich so hoch sind? Wir haben Ihnen einen Faktencheck vorbereitet.

Sollten Sie sich für den Kauf eines Maklerbestands interessieren, dann lassen Sie uns dies wissen und hinterlegen Sie kostenlos Ihr Suchprofil in unserer Nachfolger- und Investorendatenbank.


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Sind Sie noch Makler oder schon Investor?

Viele Makler und Finanzanlagevermittler wollen wachsen, mehr Umsatz und mehr Ertrag erzielen. Das geht durch mehr Arbeit oder durch Optimierung. Oder aber durch den Zukauf von Maklerbeständen. Wer allerdings oft mit potenziellen Käufern verhandelt, wundert sich über die oft sehr problemorientierte Herangehensweise:

„Bevor ich mit dem Verkäufer über den Bestand verhandle, will ich erstmal ganz genau wissen, was da drin ist“. So eröffnen viele Kaufinteressenten das Gespräch. „Wenn ich den Bestand übernehme, dann kann ich erstmal zwei Jahre nichts anderes machen, als diese Kunden zu besuchen und zu beraten. Das rechnet sich doch nie“, sind weitere Befürchtungen.  Natürlich gibt es Einzelfälle von „schwarzer Schafen“, die Käufer über den Tisch ziehen wollen, doch das ist die Minderheit. Ein spezialisierter Unternehmensberater hat solche Probleme normalerweise recht gut im Griff.

Aber in der Tat stürzen sich viele Kaufinteressenten zuerst auf mögliche Risiken und Aufwände. Manche führen sich auf, als wäre ihr Kauf ein Akt der Nächstenliebe gegenüber dem Verkäufer. Dabei wäre stattdessen eine Investoren-Sichtweise die ratsame Alternativ. Und zwar genau dann, wenn sie den Fokus auf die erzielbaren Renditen richtet. Und diese Renditen sind in der Tat der Hammer! Zumindest für Wiederholungstäter, die zu ihren aktuellen Beständen weitere hinzukaufen.

Wie hoch die Renditen tatsächlich sind, können Sie relativ einfach an folgendem Beispiel selbst nachrechnen:

Unterstellen wir einen Bestandskäufer, der einen Maklerbestand mit einer Bestandscourtage von 100.000 EUR p.a. für einen Kaufpreis von 300.000 EUR erwirbt und sich nach der Übernahme möglichst passiv verhält, um wenig Vertriebskosten zu produzieren. Ein größerer Makler wird durch eine solche Übernahme in der Regel keine zusätzlichen Fixkosten auslösen, sondern höchsten variable Kosten. In diesem Beispiel nehmen wir 10 Prozent des Courtagevolumens an. Gehen wir von einem Ertragssteuersatz von 35 Prozent und einer Abschreibung des Bestands über 7 Jahre aus, wird Sie das Ergebnis überraschen:

Gibt der Käufer das Geld nicht aus, wird er nach fünf Jahren mehr als 350.000 EUR Barvermögen nach Steuern angespart haben – die eventuell erzielbaren Abschlusscourtagen noch gar nicht mitgerechnet. Das ist deutlich mehr, als das anfangs investierte Geld. Was wir nicht vergessen dürfen: Der übernommene Maklerbestand ist ebenfalls noch da und hat seinen Wert kaum eingebüßt. Würde der Käufer das Geld alternativ auf der Bank anlegen, müsste die Bankanlage für das gleiche Ergebnis eine jährliche Rendite von 17 Prozent nach Steuern erzielen.

Hätte er stattdessen nur 150.000 EUR für den Bestand bezahlt, läge die erzielte Rendite sogar weit über 30 Prozent nach Steuern. Jahr für Jahr mit Zinseszins.

Welche legale Investition erzielt heute höhere Renditen mit so wenig Risiko?

Natürlich werden Sie jetzt einwenden, dass das eine „Laborrechnung“ ist. Stimmt aber nur zum Teil. Nehmen wir einfach einmal an, wir hätten eine überraschend hohe Stornoquote von jährlich 10 Prozent (was fünf Jahre in Folge eigentlich nie eintritt) und nehmen wir ferner an, die variablen Kosten würden bei 40 Prozent der Courtagen liegen, die Marktpreise für Maklerbestände in diesem Zeitraum um ein Drittel fallen und die Abschreibungszeiträume auf 15 Jahre angehoben. Also alles „Schlimme“ gleichzeitig eintreten:

Sogar dann ist das Ergebnis positiv: Auf dem Konto des Käufers würden nach fünf Jahren stolze 194.000 versteuerte Euro liegen und der Versicherungsbestand wäre immer noch ungefähr 131.000 EUR wert. Sogar im schlimmsten Szenario würde also eine alternative Bankanlage eine Rendite von 2 Prozent nach Steuern erzielen müssen, um dasselbe Vermögen aufzubauen.

Also werden Sie ruhig Investor! Es lohnt sich. Zumindest ab dem zweiten Bestand.