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AssCompact 2/2018: Maklernachfolge – ein Praxisbericht in zwei Teilen

am 06.02.2018

Wer als Versicherungsmakler oder Makler für Finanzanlagen seinen Bestand veräußern will, der stellt relativ schnell fest: So einfach ist das oftmals gar nicht. Zumindest dann, wenn man ein Unternehmen aufgebaut hat, das etwas von der „Norm“ abweicht.

So erging es auch zwei Maklern, die zusammen ein Maklerunternehmen aufgebaut haben und aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensplanung ihre Unternehmensanteile zu unterschiedlichen Zeitpunkten verkaufen wollten oder einen Nachfolger aufzubauen versuchten.

In unserer Kolumne für die AssCompact lesen Sie Teil 1 unseres Praxisberichts.

Sollten Sie daran interessiert sein, was Ihr Maklerbestand ungefähr wert sein könnte, dann nutzen Sie einfach kurz unseren kostenlosen Online-Bestandsrechner.

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  • Bitte beachten Sie: Wir können die kostenlose Erstberatung für abgabewillige Makler nur einmalig pro Unternehmen gewähren. Handelsvertreter oder Käufer von Maklerbeständen beraten wir gerne gegen Honorar.
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  • Unsere Broschüre Maklernachfolge ist eine Sammlung von Aufsätzen rund um das Thema Maklernachfolge, ausgerichtet auf verkaufswillige Makler. Es ist ein guter Einstieg ins Thema - 16 Seiten rund um das Thema Nachfolgeplanung von Versicherungsmaklern, Kapitalanlagevermittlern und Vermögensverwaltern.
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Wichtige Stichworte:
– Erbe – Berufsunfähigkeitsversicherung – sachverständige Wertermittlung – Private Krankenversicherungen – Unabhängige Beratung – Altersvorsorge – MaklerTreuhand – Baufinanzierung – Unternehmertestament – Bestand und Nachfolge – Hausratversicherung – Versicherungsbestand kaufen – Bestände kaufen und verkaufen – externe Nachfolge – Preisverhandlung – Bestandscourtage – Deutsche Maklerakademie – Erbplanung – Bestandsverkauf – Ertragswertverfahren – Treuhandlösung – Makler-Nachfolge – Abschlusscourtage – Zusatzversicherungen – Makler Nachfolge planen – Makler-Nachfolge planen – Zusatzversicherung-online.de – Vorsorgevollmacht – Kapitalanlagevermittler – Gewerbliche Versicherungen –  familieninterne Nachfolge – Makler-Nachfolger – Nachfolger finden – Bestände und Nachfolger – Versicherungsbestand verkaufen – Bestand verkaufen – Nachfolgeplanung – Unternehmensbewertung – Bestandsbewertung – Maklerbestand integrieren –Sachverständigengutachten – Maklernachfolge –
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– Erbfolge


Es ist so eine Sache mit dem Verkauf des eigenen Maklerunternehmens oder des eigenen Maklerbestands. Sehr viele Makler vertrauen auf ihre bisherigen Geschäftspartner oder Pools in der Hoffnung, dass ihr Bestand ihnen am Ende des Berufslebens zu einem fairen Preis abgenommen oder an einen Nachfolger übergeben werden kann. Wie es in einem konkreten Fall gelaufen ist, beschreiben wir in unserem Praxisbericht.

Herbert Müller* und Thomas Maier* betreiben eine Makler-GmbH. Nach vielen erfolgreichen Jahren sind sie finanziell unabhängig und erwirtschaften auch mit einer Drei-Tage-Woche noch immer einen Courtageumsatz von ca. 160.000 EUR – überwiegend aus Bestandscourtagen, davon erhält jeder ein Gehalt von 60.000 EUR. Der restliche Jahresüberschuss beträgt ca. 12.000 EUR. Allerdings ist die Entwicklung absehbar: Die beiden Makler werden älter, ihre Kunden auch.

Eine Frage treibt sie um: Wie geht es mit dem Unternehmen weiter? Herbert Müller (Ende 60) hat genug, will aufhören. Thomas Maier (Mitte 60) noch weitermachen. Alle Versuche der Vergangenheit, eine Nachwuchskraft für Herbert Müller zu finden, sind gescheitert. Entweder waren die Vorstellungen der Kandidaten nicht zu erfüllen, oder sie hatten nicht das Zeug und den Mut, einen Standort selbständig weiterzuentwickeln und sich in das Unternehmen einzukaufen.

Natürlich hätte Thomas Maier die Anteile von Herbert Müller kaufen können – ein entsprechendes Vorkaufsrecht steht ihm zu. Aber warum? Er hätte wieder viel mehr Verantwortung und deutlich mehr zu tun. Hinzu kommt, dass ihre Beratungsbüros an zwei unterschiedlichen Standorten liegen, mehr als eine Autostunde auseinander. Ihre Kunden aber sind es gewohnt, persönlich im Büro betreut zu werden. Eine Stunde Fahrt nimmt keiner auf sich. Und pendeln will Maier nicht.

Einer ihrer beiden Maklerpools signalisiert immer wieder Interesse, die Bestände zu übernehmen. „Zu einem sehr attraktiven Preis“, sagt der Maklerbetreuer. Zusätzlich lockt eine Bestandsgarantie für alle beim Pool geführten Bestände. Das hieße jedoch, alles auf den Pool umzudecken. Als Kaufpreis stellt der Betreuer ungefähr das Zweifache der jährlichen Bestandscourtage in Aussicht – allerdings nur für den courtagewirksam an den Pool übertragenen Teil. An der Makler-GmbH selbst hat er kein Interesse.

Theoretisch könnten sie nur den Teilbestand von Herbert Müller verkaufen und Thomas Maier mit seinem Bestand in der GmbH weitermachen. Das macht aber keinen Sinn, weil der Teilverkauf des Bestands Umsatzsteuer in Höhe von 19% des Kaufpreises auslösen würde. Zudem landet der Verkaufserlös des Bestands in der Makler-GmbH. Soll der Verkaufserlös einseitig nur an Herbert Müller ausgeschüttet werden, macht das Probleme, schließlich gehört die GmbH beiden zu gleichen Teilen und die Gewinne stehen damit auch beiden in gleicher Höhe zu. Abweichende Regelungen sind nicht ganz so einfach umzusetzen.

Nachdem keine Teillösung für Herbert Müller in Aussicht stand, hat sich Thomas Maier schweren Herzens dazu durchgerungen, eine gemeinsame Lösung mit zu tragen und doch früher als geplant aufzuhören. Die Gesellschaft sollte nun als Ganzes verkauft werden. Nur zu welchem Preis und an welchen Käufer? Das war der Moment, in dem sie sich dafür entschieden, professionellen Rat in Anspruch zu nehmen. Eine erste Wertermittlung auf Basis des aktuellen Geschäftsmodells durch das Resultate Institut für die gesamte GmbH ergab einen Unternehmenswert von ca. 210.000 EUR. Das Entsetzen war groß! Das sollte der Wert eines ganzen Lebenswerks sein? Doch der Schreck war unnötig.