Asscompact 03-2018: Was darf ein Bestandsverkauf eigentlich kosten?

Wer sein Maklerunternehmen am Ende seines Berufslebens verkaufen oder an einen Nachfolger übergeben möchte, der ist gut beraten, sich auf professionelle Hilfe zu stützen, denn die Branche ist nun mal wie sie ist und nicht zu selten werden Inhaber um die Früchte ihrer lebenslangen Arbeit gebracht.

Was aber ist der angemessene Preis für solche Unterstützungsleistungen? Wieviel darf ein Bestandsmakler kosten? Gibt es Unterschiede?

Unser Geschäftsführer Andreas Grimm hat in seiner monatlichen Kolumne auf AssCompact den Aspekt der Berater- und Vermittlerkosten etwas näher beleuchtet.

Den vollständen Artikel finden Sie in der AssCompact 03-2018.

Wenn Sie Ihren Bestand oder Ihr Maklerunternehmen perspektivisch verkaufen wollen, dann sollten wir ein kostenloses informelles Erstgespräch führen, damit wir Ihnen zeigen können, welche Optionen Ihnen für Ihre Bestandsnachfolge offenstehen.

Kontaktformular

  • Wie können wir Sie telefonisch am besten erreichen?
  • Unter welcher Email-Adresse können wir Sie erreichen?
  • Bitte beachten Sie: Für Partner ausgewählter Unternehmen und Organisationen übernehmen wir die Beratungskosten der persönlichen oder telefonischen Erstberatung durch das Resultate Institut von bis zu einer Stunde. Mehr Informationen unter https://www.resultate-institut.de/Honorare/
  • Welche Informationen wollen Sie uns zukommen lassen?

 

 


Wieviel darf ein Bestandsverkauf eigentlich kosten?

Über Jahrzehnte hat die Finanzindustrie Vertriebspartner kostenlos mit Nebenleistungen versorgt. Nicht immer gab es auf Veranstaltungen nur Informationen und nicht immer waren in der Kiste mit Broschüren nur Broschüren. Dies hat die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer geprägt. Viele Berater reden deshalb nicht offen über Honorare, weil sie Angst haben, Makler zu verschrecken.

„Ich brauche von Ihnen eine Bestandsbewertung. Wenn das Ergebnis passt, können sie ihn auch gerne vermitteln. […] Aber kosten darf Ihre Leistung nichts!“ So begann ein Email Anfang dieses Jahres. Eine neue Kollegin fragte mich daraufhin, wie der Makler zu dieser Erwartungshaltung gekommen sei. „Steuerberater und Rechtsanwalt bezahlt er. Seine eigene Beratungsleistung will er doch auch entlohnt sehen.“

Die Lösung fand ich eine Woche später. Der Vorstand eines Clubs für Nachfolgen hielt einen Vortrag vor Führungskräften. Auf die Frage, was denn eine Nachfolgeplanung bei ihm kosten würde, antwortete er: „150 EUR einmaliger Clubbeitrag“. Auf die Nachfrage, ob da alles mit drin sei, antwortete er: „Ja!“ Die kostenlose Bestandsbewertung und ein kostenloser Notfallordner seien da auch gleich mit dabei.

Die wichtige Nebeninformation, dass die Beratungs- und Vermittlungs­lei­stungen in der Regel nicht durch den Verein selbst, sondern – gegen Honorar – fast ausschließlich die Netzwerkpartner erbringen, wäre sicherlich hilfreich gewesen. Auch, dass die Vereinsvorstände sich mit ihren Unternehmen wohl auch als Netzwerkpartner einbringen. Aber so erklärt sich immerhin, warum viele Makler erwarten, Nachfolgeplanung sei quasi kostenlos.

Wer seine Nachfolge sinnvoll planen will und sich nicht von Geschäftemachern einlullen lassen möchte und wer nicht versehentlich riskante oder nachteilige Nachfolge- oder Rentenmodelle unterschreiben will, der sollte seinen Bestandsverkauf langfristig planen und auf seriöse, sachkundige Berater setzen. Gängige Excel- oder Online-Tools können die möglichen Übertragungs- und Bewertungsoptionen nicht darstellen und sind aus Sicht von Sachverständigen nicht mehr als Spielzeuge – gefährliche Spielzeuge, weil viele Ergebnisse zu katastrophalen Fehlentscheidungen führen können.

Makler sparen da meist an der falschen Stelle. Nachfolgeberatung wird oft zu fünfzig Prozent oder mehr staatlich gefördert. Makler nutzen diese Option viel zu selten. Zudem ist die Beratung steuerlich abzugsfähig. So bleiben auch bei umfangreicheren Beratungen und Bewertungen selten Kosten von mehr als tausend bis dreitausend Euro. Hinzu kommt später bei erfolgreichem Verkauf die Vermittlungsgebühr im niedrigen, einstelligen Prozentbereich. Die Ergebnisse sehen dafür aber meist viel besser aus.

So bleibt das Fazit: Kostenlose Nachfolgeplanung gibt es nicht. Eine gute bringt bei der Bestandsübergabe so viele Mehrwerte, dass das Beratungs- und Vermittlungshonorar eigentlich keine Rolle spielt. Eine schlechte dagegen kostet unglaublich viel Geld und manchmal sogar die Existenz.