Rechtsformfalle GmbH – wenn „guter Rat“ teuer wird!

Gebetsmühlenartig kann man Artikeln in der Fachpresse zur Zeit entnehmen, dass die GmbH die „einzig wahre“ Rechtsform für Makler darstellen würde.

In vielen Fällen ein absoluter Trugschluss! Oftmals wird der „gute Rat“ des einen oder anderen Anwalts für den Makler unerwartet teuer und produziert Jahr für Jahr erhebliche Folgekosten. Kosten, die die Makler oftmals in dieser Höhe nicht erwartet haben.

Im Tagesbriefing geht der AssekuranzDoc auf diesen Sachverhalt ein und befragt dazu auch die Geschäftsführer von Resultate, Andreas W. Grimm und Thomas Öchsner.

Die wichtige Botschaft aus unserer Sicht: Rechtsform hin oder her – jeder Bestand ist in jeder Rechtsform irgendwie an einen Nachfolger oder Käufer übertragbar – dazu bedarf es keiner GmbH. Es sind nur unterschiedliche Arten der Übertragung, unterschiedliche Übertagungswege und eine andere Art der Vorbereitung erforderlich. Auch der erforderliche Zeitraum für die Übergabe kann sich zum Teil deutlich unterscheiden.

Deshalb unser Rat:

Wenn Sie heute Makler sind und überlegen, Ihr Unternehmen „wetterfest“ zu machen, dann verschaffen Sie sich zuerst einen unternehmerischen Blick auf die Fragestellung der Rechtsform – und dazu gehört auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und nach den administrativen und formalen Anforderungen, die die Rechtsform an die Geschäftsleitung einer GmbH stellt.

Lassen Sie sich nicht in einer übergewichteten und künstlich angeheizten Risikopanik vorschnell zu einem Rechtsformwechsel Ihres Unternehmens drängen. Denn das kann unterm Strich sehr teuer werden und in bestimmten Fällen sogar das Unternehmen unverkäuflich machen.Schnell_Check

Einen ersten Schritt in die Nachfolge- und auch Notfallplanung kann unser Nachfolge-Schnell-Check sein, der Ihnen anhand Ihrer Unternehmensdaten einen ersten Plan dafür liefert, wie Sie sich Ihrer perönlichen Nachfolgeplanung nähern können.

Viele Gutachten kommen zu untauglichen Ergebnissen

Resultate hat immer wieder die Gelegenheit, Wertgutachten zur Bewertung von Maklerbeständen zu prüfen, weil kaufwillige Makler sich eine zweite Meinung einholen wollen, ob ein vorliegendes Wertgutachten realistisch ist oder nicht.

Leider kommen viele Gutachten zu fragwürdigen Aussagen.

Die wesentlichen Punkte, die auffallen sind:

Methodisch falsch

Dies liegt insbesondere daran, dass der Ersteller des Gutachtens mangels Know-how oder sogar entgegen besseren Wissens methodisch falsch gearbeitet hat. Dies ist dann der Fall, wenn er beispielsweise auf der Basis sogenannter Umsatzfaktoren in einzelnen Produktgruppen oder Sparten arbeitet und sowohl Rentabilität als auch Kostenstrukturen komplett außen vor läßt.

Vergangenheitsorientiert

Für den Verkauf eines Bestands ist im wesentlichen die Frage wichtig, was sich aus dem Bestand oder dem Unternehmen zukünftig erwirtschaften läßt. Die meisten Analysen lassen diesen Aspekt jedoch komplett außen vor und basieren ausschließlich auf Vergangenheitsdaten und blenden beispielsweise bereits bekannte Risiken oder bereits bekannte außerordentliche Belastungen der Zukunft komplett aus.

Rechtsform nicht berücksichtigt

Manche Gutachten berücksichtigen die Rechtsform des Unternehmens nicht, obwohl nicht der Bestand, sondern das Maklerunternehmens selbst verkauft werden soll. Es erfolgt quasi nur eine Bestandsbewertung ohne Bilanzanalyse der Kapitalgesellschaft. So wird beispielsweise Fremdkapital „mitverkauft“, ohne dass dies in der Bemessung des Kaufpreises Berücksichtigung findet.

Risiken nicht bewertet

Die meisten vorliegendenden Bewertungen weisen die Risiken nicht explizit aus und lassen sie nicht oder nicht in der angemessenen Form in die Kaufpreisfestsetzung einfließen. Dadurch wird die Investitionsrechnung eines Käufers, die dieser auf jeden Fall durchführen sollte, oftmals sehr negativ beeinflusst. Immer wieder entstehen so Effekte, dass die Kompensationsrechnung zu Ergebnissen führt, die weit in der Zukunft oder im Unendlichen liegen – sprich: unter Abzug des Referenz-Unternehmerlohns rutscht die Investition ins Negative.

Keine Kompetenz in der Bilanzanalyse einer Kapitalgesellschaft

Eine aussagekräftige Bilanzanalyse einer GmbH findet sich in fast keinem Gutachten. Insbesonder Positionen wie Rückstellungen für Versorgungszusagen des bisherigen Inhabers werden oftmals in ihrer Relevanz für die Unternehmensbewertung nicht erkannt.

Tools

Immer wieder nutzen Laien Tools ihrer Dienstleister zur Bewertung ihrer Bestände. Diese Tools sind fast nie geeignet, Kapitalgesellschaften wie GmbHs oder AGs zu bewerten. Um die Tools überhaupt für Laien bedienbar zu halten, sind die eingesetzten Methoden der Bestandsbewertung meist Umsatzmultiplikatoren-Verfahren, die nicht für die wirtschaftliche Bewertung der Ertragskraft eines Maklerbestands geeignet sind und auch Risiken nur sehr, sehr eingeschränkt quantifizieren können. Insbesondere werden oftmals Parameter voreingestellt, ohne dem Benutzer zu erläutern, wann diese Parameter wirklich gültig sind, wie sie ermittelt wurden und wann die Parameter wie verändert werden müssen, um zu einem einigermaßen brauchbaren Ergebnis zu gelangen.

Wie kommen solche Ergebnisse zustande?

Natürlich können wir auch in vielen Punkten nur spekulieren. Jedoch scheint es offensichtlich zu sein, dass das betriebswirtschaftliche Know-how zur Bewertung von Maklerbständen leider nicht so weit verbreitet zu sein scheint, wie man dies aus anderen Branchen kennt, insbesondere dann, wenn auch noch Punkte wie eine Bilanzanalyse einer GmbH dazu kommen.

Viele Verkäufer nutzen die Dienstleistungen von „Bestands-Brokern“, deren Kompetenz mehr in der Vermittlung als in der Bewertung nach kaufmännisch und wissenschaftlich anerkannten Verfahren zu liegen scheint. Zudem handeln leider manche Broker nach dem Motto „Zeit ist Geld“, weil Sie das Unternehmen natürlich gerne schnell an den Mann oder die Frau bringen wollen. Eine gründliche Analyse kostet Zeit und Geld und fördert eventuell den Kaufpreis mindernde Tatsachen zutage.

Wir können Käufern und Nachfolgern nur empfehlen, grundsätzlich vor der Unterzeichnung jedweder Kaufvereinbarung oder Verpflichtungserklärung eine sehr genaue Prüfung des Bestands und des Unternehmens vorzunehmen und auch im Kauf- und Übernahmeprozess wichtige, haftungsreduzierende Dinge zu regeln oder zumindest weitreichende Verpflichtungen und zu Sicherungen von Ansprüchen gegen den Verkäuer zum Vertragsbestandteil zu machen.

Resultate bietet für kaufwillige Makler, denen bereits eine Kauf- oder Beteiligungsoption vorliegt, folgende Dienstleistungen an:

  • Plausibilisierung einer vorliegenden Unternehmens- oder Bestandsbewertung
  • Begleitung ihrer Verhandlungs- und Übernahmegespräche
  • Alternative Gestaltung von Kauf- oder Nachfolgeszenarien
  • Mediation oder Moderation von Verhandlungen, die nicht voran kommen oder bei denen die Vorstellungen (noch) zu weit auseinander liegen
  • Einbeziehung von erfahrenen Netzwerkpartnern für die Regelung und Prüfung rechtlicher und steuerlicher Fragestellung insbesondere zur Haftungsbegrenzung.

Ein erstes Gespräch am Telefon ist natürlich kostenfrei.

Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

AMEX à la carte Tour Feedback sehr positiv

Resultate-Geschäftsführer Andreas W. Grimm hält auf der diesjährigen Roadshow des Maklerpools AMEXPool aus Müllheim bei Freiburg den Gastvortrag „LVRG, Check24 und Demografie – sind Maklerbestände zukünftig eigentlich überhaupt nichts mehr wert?“.

In seinem Vortrag analysiert Andreas W. Grimm die Ursachen für potenzielle Wertverluste von Maklerbeständen und zeigt Strategien auf, wie Makler für Ihr Lebenswerk einen fairen und angemessenen Preis erzielen können. Ebenso geht er auf die Herausforderungen von expansionsorientierten Maklern ein, die ihr Wachstum durch die Übernahme von Maklerbeständen oder Maklerunternehmen realisieren oder beschleunigen wollen.

In Freiburg, Berlin und Leipzig sind die Vorträge bereits auf breites Interesse und große Resonanz gestoßen.

Diese Woche stehen noch Frankfurt und nächste Woche Bielefeld, Leverkusen und Stuttgart auf dem Programm.

Wenn Sie die Vortragsinhalte interessieren sollten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Bundesverband der Sachverständigen für das Versicherungswesen beruft Resultate-Geschäftsführer zum Fachbereichsleiter

Der Bundesverband der Sachverständigen für das Versicherungswesen e.V. („BVSV“) beruft den Geschäftsführer von Resultate,  Andreas W. Grimm zum Fachbereichsleiter für den neu geschaffenen Fachbereich „Bewertung von Versicherten- und Maklerbeständen“.

Den kompletten Wortlaut der Pressemitteilung des BVSV lesen Sie hier: Pressemittelung 2015 01 Ernennung Andreas Grimm

Resultate auf Tour mit AMEXPool

Resultate geht auf Tour mit AMEXPool.

Auf der diesjährigen à la Carte Tour von AMEXPool wird unser Geschäftsführer Andreas W. Grimm als Gastredner das Thema Nachfolgeplanung aus einer anderen Perspektive betrachten und abgabewilligen Maklern wie auch expansionsorientierten Maklern einen Einblick in das Themenfeld der Maklernachfolge geben.

Die Tour läuft vom 05. bis zum 19. März 2015 durch verschiedenen Städt in Deutschland.

Die genauen Details zur Tour finden Sie bei AMEXPool.